Monat des Brustkrebsbewusstseins (Luxemburg)

01.10.2021

Der aus den Vereinigten Staaten stammende "Pink October" ist eine Tradition, die bereits seit über 28 Jahren besteht. Das Symbol dieser Veranstaltung ist die rosa Schleife, rosa, eine weibliche Farbe, sanft, fröhlich und gesundheitsfördernd. Diese internationale Kampagne zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Brustkrebsvorsorge zu schärfen.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen und die Hauptursache für krebsbedingte Todesfälle bei Frauen. In Luxemburg sind jedes Jahr mehr als 450 Frauen von dieser Krankheit betroffen.


Die Früherkennung von Brustkrebs ermöglicht eine möglichst wenig invasive Operation und begrenzt die Behandlungsmöglichkeiten und deren Nebenwirkungen. Brustkrebs hat in den frühen Stadien seiner Entwicklung nur wenige klinische Anzeichen, so dass durch die Vorsorgeuntersuchung Anomalien entdeckt werden können, bevor klinische Anzeichen auftreten.

SCREENING ODER DIAGNOSTISCHE MAMMOGRAPHIE?

Die Prüfung ist die gleiche, aber sie wird nicht im gleichen Kontext durchgeführt.

  • Eine diagnostische Mammographie wird durchgeführt, wenn Ihr Gynäkologe oder Hausarzt sie auf einfache Verordnung anfordert, entweder zur einfachen Nachuntersuchung oder wenn er einen Verdacht auf eine Anomalie hat. In diesem Fall umfasst die Untersuchung zusätzlich zur Mammographie Bilder, die auf die verdächtige(n) Stelle(n) zentriert sind, eine Ultraschalluntersuchung und möglicherweise eine Biopsie.
  • Die Screening-Mammographie ist die Referenzuntersuchung zur Erkennung von Brustkrebs, insbesondere im Frühstadium, auch ohne Symptome. Sie wird in der Regel im Rahmen des nationalen Mammographie-Screening-Programms durchgeführt.

Diagnostische Mammographie

Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig Ihren Hausarzt oder Gynäkologen aufsuchen. Diese regelmäßige Konsultation ermöglicht es Ihrem Arzt, bösartige oder gutartige Erkrankungen der Brust oder der Gynäkologie zu überwachen.

Ab dem 40. Lebensjahr wird den Frauen eine Mammographie angeboten, um eine erste Früherkennung von Brustkrebs durchzuführen. Grundlage hierfür ist eine Mammographie, die je nach Vorgeschichte der Patientin (familiäres Auftreten von Brustkrebs, genetische Mutation, wesentliche Risikofaktoren usw.) durch eine Ultraschall- oder MRT-Untersuchung ergänzt werden kann.

Mammographie-Screening, organisiert durch das Mammographie-Programm (Gesundheitsministerium)

In Luxemburg organisiert das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit dem CNS seit 1992 ein landesweites Brustkrebs-Screening mittels Mammographie. Ab dem 50. Lebensjahr wird alle zwei Jahre eine Einladung an alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren (der Zeitraum, in dem das Brustkrebsrisiko bei Frauen am höchsten ist) verschickt, die dem CNS angeschlossen sind. Die Patientin kann das für sie geeignete zugelassene Radiologiezentrum für ihre Mammographie auswählen.

Für wen ist es gedacht?

  • Frauen zwischen 50 und 70 Jahren

Wohin soll ich gehen?

  • CHL Senology Unit oder ein zugelassenes Radiologiezentrum

Wann ist sie fertig?

  • Alle 2 Jahre

Wie bekommt man es?

  • Telefonisch: +352 4411-7360
  • Über die Service-Seite
  • Per E-Mail: mammo.sec@chl.lu
  • Durch den Besuch des Dienstes

Die Screening-Mammographie

Für jede Patientin wird eine Screening-Mammographie, bestehend aus 4 Bildern, durchgeführt. So erhält man einen Gesamtüberblick über die Brust in mehreren Raumebenen. Die Mammographieuntersuchung ermöglicht es, Mikroverkalkungen zu erkennen, die im Ultraschall nicht sichtbar sind. Einem Krebstumor kann man zwar nicht vorbeugen, aber man kann ihn in einem frühen Stadium, d. h. bei Tumoren von wenigen Millimetern Größe, erkennen. Je weniger aggressiv der Tumor ist, desto größer ist die Chance auf Heilung.

Die Ergebnisse einer Screening-Mammographie (Ministerium für Gesundheit)

Die Bilder werden von zwei Radiologen (dem Radiologen der Mammographieabteilung und dem Radiologen des Mammographieprogramms) analysiert, was als "double reading" bezeichnet wird.

Die Ergebnisse werden an den Gynäkologen oder Arzt der Wahl und an die Patientin in der Sprache ihrer Wahl (Deutsch, Französisch, Portugiesisch und Englisch) geschickt.

Ein normales Ergebnis1 bedeutet, dass die Mammographie keine Auffälligkeiten zeigt und dass keine weitere Untersuchung empfohlen wird. Dennoch wird eine jährliche klinische Untersuchung im Rahmen einer regelmäßigen Konsultation empfohlen.

Ein abnormales Ergebnis bedeutet, dass die Radiologen eine Abnormalität festgestellt haben. Dies ist bei etwa 5 % der durchgeführten Mammographien der Fall. In diesem Fall sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die Anomalie zu klären. Dazu sind in der Regel zusätzliche bildgebende Verfahren, Ultraschall, MRT oder sogar eine Biopsie erforderlich.

1 sante.public.lu > Prävention > Krebs-Sein-Depistage

Fragen und Antworten

Wie oft sollte ich eine Mammographie durchführen lassen?

  • Ab dem 50. Lebensjahr ist die Mammographie die Referenzuntersuchung für die Brustkrebsvorsorge. Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren wird empfohlen, alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen zu lassen.
  • Vor dem 50. Lebensjahr oder bei einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte wird Ihr Arzt die Häufigkeit Ihrer Mammographien festlegen.

Warum kann ich keine Ultraschalluntersuchung anstelle einer Mammographie durchführen lassen?

  • Die Mammographie ist die erste Untersuchung, mit der die gesamte Brustdrüse sichtbar gemacht werden kann, um Anomalien wie Trübungen oder Mikroverkalkungen zu erkennen, die im Ultraschall nicht zu sehen sind. Eine Ultraschalluntersuchung wird bei dichtem Brustgewebe empfohlen, was bei jungen Frauen oder Frauen nach den Wechseljahren, die eine Hormonersatztherapie (HRT) erhalten, sehr häufig vorkommt. Der Ultraschall kann die Beschaffenheit einer in der Mammographie entdeckten Läsion (flüssig oder fest) klären, was eine wertvolle Hilfe bei der Unterscheidung zwischen einer gutartigen und einer bösartigen Läsion ist.

Sind Röntgenstrahlen gefährlich für die Gesundheit?

  • Wie bei allen Röntgenuntersuchungen werden auch bei der Mammographie Röntgenstrahlen verwendet. Wiederholte Exposition kann in seltenen Fällen zur Entwicklung von Krebs führen. Die Menge an Röntgenstrahlen, die bei einer Mammographie abgegeben wird, ist sehr gering, da die Mammographiegeräte mikrodosiert sind und das Krebsrisiko in der Altersgruppe, in der das Screening durchgeführt wird, sehr gering ist.

Warum muss ich meine Brüste zusammenpressen, tut das weh?

  • Die Brustkompression während der Mammographie wird an das Gefühl der Patientin angepasst. Sie ermöglicht es, die Dicke der Brust zu verringern und damit die Röntgendosis zu reduzieren. Außerdem kann die Brustdrüse gespreizt werden, so dass die überlappenden Strukturen besser sichtbar werden.

Ich habe Prothesen, kann ich eine Mammographie machen lassen?

  • Es besteht kein Risiko, dass die Brustprothesen während der Mammographie beschädigt werden oder reißen. Brustimplantate werden aus stoßfesten Materialien hergestellt.
  • Es werden sechs Bilder aufgenommen, darunter zwei Bilder mit der Eklund-Technik. Dieses Manöver besteht darin, die Prothese nach hinten zu schieben, um die Brustdrüse besser sichtbar zu machen. Diese Technik ist schmerzlos und schadet dem Implantat nicht.